Gutachten über Gentests
Gutachten Nr. 91 - Zugang zu den durch die Gesamtgenom- oder Gesamt-Exom-Sequenzierung erzeugten Rohdaten
Gutachten
Nr. 91 vom 22. Juni 2026 zum Zugang zu Rohdaten, die durch die
Gesamtgenomsequenzierung (Whole Genome Sequencing, WGS) oder die
Gesamt-Exom-Sequenzierung (Whole Exome Sequencing, WES) erzeugt werden
In diesem Gutachten untersucht das Komitee die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Zugang von Patientinnen und Patienten zu Rohdaten, die durch die Gesamtgenomsequenzierung (WGS) oder die Gesamt-Exom-Sequenzierung (WES) erzeugt werden. Das Komitee erkennt die Bedeutung des Rechts betroffener Personen auf Zugang zu ihren eigenen Daten an, betont jedoch, dass diese genomischen Rohdaten nicht mit klinischen Informationen gleichgesetzt werden können, die unmittelbar mitgeteilt oder sofort verstanden werden können. Ihre Bedeutung hängt vielmehr von einem Prozess professioneller Analyse, Interpretation und Kontextualisierung ab. Darüber hinaus weist das Komitee auf den inhärent familiären und kollektiven Charakter genetischer Daten hin, die auch Auswirkungen auf biologische Verwandte haben können. Es spricht sich daher für einen verantwortungsvollen Rahmen für den Zugang zu solchen Daten aus, der die Autonomie der Patientinnen und Patienten, den Schutz der Rechte und Interessen nahestehender Personen, die Qualität der medizinischen Interpretation sowie die Vertraulichkeit genetischer Daten in Einklang bringt.

Briefgutachten Nr. 21 - Erstattung zusätzlicher IVF‑Zyklen im Rahmen von PGT‑M
Briefgutachten Nr. 21 vom 12. März 2026 zur Erstattung zusätzlicher IVF‑Zyklen im Rahmen von PGT‑M
Dieses Briefgutachten befasst sich mit der Frage, ob es sinnvoll ist, zusätzliche In vitro Fertilisationszyklen (IVF Zyklen) zu erstatten, wenn Paare, die Träger einer erblichen genetischen Erkrankung sind, eine präimplantationsgenetische Testung (PGT M) in Anspruch nehmen, um die Übertragung dieser Erkrankung auf ihr zukünftiges Kind zu vermeiden. In Belgien ist die Kostenerstattung derzeit auf sechs IVF Zyklen beschränkt, unabhängig vom Grund der Behandlung. Der Ausschuss prüft, ob diese Regelung im Fall von PGT M Behandlungswegen zu einer gerechten Situation führt, da bestimmte Embryonen aus genetischen Gründen nicht für einen Transfer in Frage kommen. Das Gutachten analysiert diese Frage vor dem Hintergrund der verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse und ethischer Erwägungen, insbesondere im Hinblick auf die Gleichheit zwischen den Patientinnen und Patienten, die Ergebnisgerechtigkeit, die soziale Gerechtigkeit sowie den verantwortungsvollen Einsatz der Ressourcen im Gesundheitswesen. Zudem werden die möglichen Alternativen aufgezeigt, mit denen diese Paare konfrontiert sein können. Der Ausschuss trifft keine Entscheidung über die Kostenerstattung, sondern hebt die ethischen Aspekte hervor, die im politischen Entscheidungsprozess zu berücksichtigen sind.

Gutachten Nr. 38 - Gentests zur Feststellung der Abstammung nach dem Tod
Gutachten Nr. 38 vom 13. November 2006 über Gentests zur Feststellung der Abstammung nach dem Tod.

Gutachten Nr. 37 - DNA-Tests zur Feststellung der Abstammung
Gutachten Nr. 37 vom 13. November 2006 über DNA-Tests zur Feststellung der Abstammung.

Gutachten Nr. 32 - Freie Verfügbarkeit von Gentests
Gutachten Nr. 32 vom 05. Juli 2004 über die freie Verfügbarkeit von Gentests.

Gutachten Nr. 20 - Prädiktive Gentests und HIV-Tests im Rahmen von Arbeitsbeziehungen
Gutachten Nr. 20 vom 18. November 2002 über prädiktive Gentests und HIV-Tests im Rahmen von Arbeitsbeziehungen.
